Montag, 25. Januar 2016

Seelen!

Dank meiner wunderbaren Schwägerin zeig ich euch heute ein Rezept für (vermutlich schwäbische) Seelen. Weihnachten waren wir alle bei meinen Eltern und um das Essen so entspannt wie möglich zu machen, haben wir beschlossen "nur" zusammen zu vespern. Also, der Tisch hat sich fast unter seiner Last gebogen :-) An das Angebot hätte keine Weihnachtsgans mit Knödeln und Rotkraut rangereicht (...wobei es das zum Glück auch mal gab...). Ich hatte kurz vor Weihnachten noch ein Brot gebacken und gleich eingefroren. Kurz im Backofen aufgebacken und es war noch wie frisch. Meine Schwägerin hat sich allerdings den ganzen Morgen hingestellt um uns mit wirklich frischen, selbstgemachten Seelen zu verköstigen. Der Hammer! Sie meinte nur es wäre eine arge Sauerei (oder so ähnlich) und das kann ich jetzt bestätigen. Aber wer als Kind auch gerne mal im Schlamm gespielt hat, dürfte damit keine Probleme haben. Sehr klebrig, sehr glitschig und sehr lecker :-) Der Aufwand lohnt sich definitiv. Das Rezept war von hier. Da gibts dann auch noch einen Link um zu sehen wie man die Teilchen formt. Sehr hilfreich :-)



Rezept-pdf

Vorteig:
200gWeizenmehl Type 550
220gWasser
5g Hefe (frisch)
  ______________________
Hauptteig:
425g Vorteig (gesamte Menge von oben)
800g Weizenmehl Type 550
480g Wasser
30g Hefe
25g Salz
3g Zucker
20g Milch
zum bestreuen:
z.B. Kümmel, grobes Meersalz, Sesam, Mohn, Käse, Schinkenwürfel....

Die Zutaten für den Vorteig glatt rühren und abgedeckt bei Zimmertemperatur 12-14h reifen lassen. Der Teig wird ziemlich anfangen zu blubbern, aber das muss so sein :-)
Am nächsten Tag macht ihr dann den Hauptteig. Dafür verknetet ihr den Vorteig mit den restlichen Zutaten für ca. 12-14 Minuten auf mittlerer Stufe.
Teigruhe: Den Teig abgedeckt ca. 40-45 Min. bei Zimmertemperatur ruhen lassen bis er sich mindestens verdoppelt hat. Jetzt wird der Teig in der Schüssel mit nassen Händen aufgedreht. Dabei soll man den Teig mit den Händen in 3 Stücke teilen und um die Längsachse zusammenzwirbeln. Wie das funktionieren soll hab ich noch nicht herausgefunden. Ich habe nur 2 Hände und mit denen habe ich es gerade geschafft, 2 Stücke abzuteilen und halbwegs miteinander zu verschlingen. Das habe ich 2-3 Mal gemacht und die Seelen hatten genug Spannung um nicht auseinander zu laufen. Anschließend wird der Teig wieder zugedeckt und weitere 40-45 Min. stehen gelassen, dann wieder das Spielchen mit dem Aufdrehen. Den Teig dann noch kurz in der Schüssel (5 Min.) ruhen lassen. Nun schüttet ihr den Teig auf den Tisch (befeuchtete Arbeitsplatte)  und besprüht ihn gut mit Wasser. Hier liegt er nochmals ca. 20 - 30 Min. Jetzt werden die Seelen herausgebrochen (Herausbrechen: Fingerspitzen beider Hände zusammen, Finger geschlossen (keine offenen Zwischenräume), so dass die Hände ein großes "U" bilden. Dann die Handkanten von oben auf den Teig legen, durchdrücken und nach vorne weg ziehen... fertig und aufs Blech bzw. Backpapier). Vor dem Backen besprüht ihr sie nochmal mit Wasser und bestreut sie nach Belieben. Ich habe sie nacheinander auf dem Brotbackstein gebacken.
Ofen auf 275°C vorheizen (mit Stein, falls vorhanden)
Anbacken: 275°C fallend (auf 240-250°) für 10 Minuten mit Schwaden (ein paar Mal mit der Blumenspritze in den Ofen sprühen), anschließend Dampf ablassen
Ausbacken: 240-250°C für weitere 10-15 Minuten. Nach dem Backen mit Wasser besprühen und auf einem Gitterrost auskühlen lassen. 


Achso, ich habe ca. 15 Stück aus dem Teig bekommen. Kommt drauf an wie groß ihr sie macht.

Ganz liebe Grüße,


Mittwoch, 13. Januar 2016

Feuriger Nudeltopf

Schmuddelwetter und kalte Füße? Da hilft ein Schälchen von Jamie Olivers feurigem Nudeltopf! :-) 

Ich bin mal wieder an meinem Kochbuchregal hängen geblieben (an den Büchern die ich noch sehen kann, weil sie nicht von dieser mutierenden Topfpflanze verdeckt werden....) und hab Jamies Amerika Buch durchforstet. Besonders die asiatischen Gerichte haben mich angelacht und ich musste mich auch gleich ans Werk machen. Der Nudeltopf ist wirklich schnell und einfach zubereitet und macht schön warm :-) Ich würde allerdings das nächste Mal doppelt soviel Gemüse nehmen. Einfach weil ich das besonders lecker fand.  Szechuanpfeffer hatte ich leider auch keinen da. Ich hab stattdessen 2TL gehackten Ingwer zum Hackfleisch gegeben und mit schwarzem Pfeffer gewürzt. Für die Kinder habe ich das Chiliöl weggelassen - sie wollten lieber Ketchup... Schien ihnen aber trotzdem geschmeckt zu haben. 


Rezept-pdf

Zutaten (4 Personen):
1 Brühwürfel (Rind oder Huhn)
500g Rinderhack
2 EL flüssiger Honig
300g chinesische Weizennudeln
4 Handvoll gemischtes grünes Gemüse
(z.B. Chinakohl, Brokkoli, Pak Choi, Spinat...)
4 Knoblauchzehen,
geschält und sehr fein gehackt
3EL dunkle Sojasauce
2TL frisch gemahlener Szechuanpfeffer
5EL Chiliöl
2 Frühlingszwiebel,
geputzt und in feine Ringe geschnitten
1 Limette, geviertelt


Zuerst löst ihr den  Brühwürfel in kochendem Wasser auf.  Das Hackfleisch wird, unter ständigem Rühren, trocken in einer Pfanne angebraten bis es knusprig ist. Das ausgetretene Fett gießt ihr ab und rührt dann den Honig unter das Fleisch. Noch ca. 30 Sekunden braten und dann vom Herd nehmen.
Die Nudeln gebt ihr in die kochende Brühe und lockert sie mit einer Gabel auf. Kocht sie nach Packungsanweisung und gebt etwa 1 Minute bevor sie fertig sind die geputzten und zerkleinerten Gemüse dazu. Das Ganze abseihen und dabei eine Tasse Brühe auffangen. Die Nudeln und das Gemüse gebt ihr wieder in den Topf. Die Brühe wird mit dem Knoblauch, der Sojasauce, dem Pfeffer und dem Chiliöl vermischt und zu den Nudeln gegeben. Vermischt alles gründlich und verteilt es auf vier Schälchen. Das Hackfleisch (evtl. nochmal aufwärmen) und die Frühlingszwiebeln auf die Nudelportionen verteilen und mit einem Limettenviertel servieren. Wer es nicht ganz so scharf mag, nimmt einfach etwas weniger Chiliöl :-)
 



Liebe Grüße und noch ein gutes neues Jahr!