Dienstag, 13. September 2016

Laugenkonfekt

Hallo ihr Lieben!

Ja, wir leben noch! :-) Mit Baby, Feriengelangweilten Kindern, einem Fotoprogramm das zwischenzeitlich den Geist aufgegeben hat und dem üblichen Schlafmangel kommt das bloggen leider zu kurz. Dabei bin ich grad ständig neue Sachen am ausprobieren. Durch Pinterest und eine backbegeisterte Schwägerin bin mittlerweile sogar ich auf Slavas Blog gelandet. Die Frau macht wahnsinnig leckere und einfache Sachen. Ich hab mich mal an ihre Laugenbrötchen gewagt und beim nächsten Mal einfach Laugenkonfekt draus gemacht. Funktioniert wunderbar und die kleinen Teilchen sind total lecker und ganz schnell verputzt :-)
Das Originalrezept findet ihr hier



Rezept-pdf

520g Mehl 405
200ml Wasser, warm
110ml Milch, warm
1/2Würfel frische Hefe
1EL zimmerwarme Butter
2TL Zucker
2TL Salz

Für die Lauge:
1l Wasser
50g Kaisernatron

verschiedene Körner (Mohn, Sesam, Kürbis, Sonnenblume...)
Meersalz


Zuerst  löst ihr die Hefe zusammen mit dem Zucker im warmen Wasser auf. Dann kommt die Milch dazu. Mit Mehl, Salz und Butter vermischen und alles 4-5 Minuten verkneten. Aus dem Teig formt ihr ca. 12cm lange und 3cm dicke Stangen. Diese lasst ihr eine halbe Stunde gehen. In der Zwischenzeit kocht ihr das Wasser, nehmt es vom Herd und rührt das Natron ein. Vorsicht, schäumt! Auf kleiner Flamme wieder auf den Herd. Es soll heiß sein, aber nicht mehr kochen.
Die Stangen werden kurz in die Lauge gegeben und ein paar Mal gedreht. Rausnehmen und in 4 Stücke schneiden. Die drückt ihr dann in die gewünschten Körner und legt sie auf ein Backblech. Das Salz wird nur drüber gestreut. Die Teilchen werden dann bei 190° (Ober-Unterhitze, vorgeheizt) ca. 15-20Minuten gebacken. Die braune Färbung zeigt sich erst gegen Ende der Backzeit. Das Konfekt schmeckt auch noch am nächsten Tag sehr gut.
 

Allerliebste Grüße,





Freitag, 8. Juli 2016

Einfaches Mobile


Hallo ihr Lieben!

Hier melde ich mich mal wieder zurück :-) Mit 8 Tagen Verspätung und einer extrem langen und anstrengenden Geburt (keine Details :-) , dass könnte die Lust aufs Kinder kriegen schmälern) konnten wir am 28. Juni gegen 14:00 Uhr unsere kleine Tochter Emma Fee endlich in den Armen halten. Und sie war absolut jede Anstrengung wert! :-) Bisher ist sie ein zufriedener kleiner Engel und lässt ihrer Mama viel Zeit zum ausruhen. 
Als Gegenleistung habe ich ihr dafür ein Mobilé gebastelt :-)




 
 Viel hatte ich nicht da und die Motivation mich an die Nähmschine zu setzen und Herzchen, Wölkchen oder Sternchen zu zaubern, war verschwindend gering. Im Baumarkt (mein erster Ausflug) hab ich eine Päckchen Faltpapier mitgenommen und mich gleich ganz fleißig ans Falten gemacht. Schmetterlinge solltens werden. Die wurden auch wunderschön, nur mit dem Aufhängen wollte es nicht so klappen, wie ich es mir vorgestellt hab. Dann eben Schiffchen. Die kommen zumindest bei den großen Brüdern gut an. Zum Aufhängen habe ich einfach aus dickem Draht einen Ring geformt und mit Wolle umwickelt. An drei Stellen Nähgarn angeknotet und versucht den Ring möglichst waagerecht aufzuhängen. Bei den Schiffchen habe ich mit der Nadel von unten durch die Spitze gestochen und den Faden mit einigen Knoten fixiert. Alle Schiffchen spiralförmig am Ring befestigen und schon habt ihr eure günstige, quietschbunte, geräuscharme Baby-Beschäftigungstherapie ;-) Mal schauen wann Emma sie entdeckt...



Ganz liebe Grüße,

Mittwoch, 4. Mai 2016

Rhabarberkuchen mit Baiser

So, ich dachte ich lasse euch mal nicht zu lange auf das nächste Rezept warten :-) Wenn ich schon eins hab und diesmal auch an Fotos gedacht hab... Bei meinem Ausflug zum Markt hab ich nämlich auch Rhabarber gekauft :-) Der war sonst überall gleich ausverkauft und ich hab mich sehr gefreut dass es da welchen gab. Ich liebe nämlich Rhabarber. Bis jetzt hab ich keinen im Garten weil ich gelesen hab, dass der erst im zweiten Jahr wirklich geerntet werden kann. Und dafür bin ich zu ungeduldig ;-) Aber jetzt hatte ich ja welchen und hab ihn fast sofort in einem leckeren Kuchen versteckt. 




Rezept-pdf

für eine Springform 26-28cm
135g zerlassene Butter
135g Zucker
1Pck. Vanillezucker
2Eier
2Eigelb
165g Mehl
1 Prise Salz
65g Speisestärke
1TL Backpulver

1kg Rhabarber
135g Zucker
65g gemahlene Mandeln
2TL Zitronensaft
2 Eiweiß


Zuerst wascht ihr den Rhabarber und schneidet ihn anschließend in 1-2cm breite Stücke.  Für den Teig verrührt ihr die zerlassene Butter mit Vanillezucker und Zucker und gebt nacheinander die Eier und das Eigelb dazu. Mehl, Speisestärke, Salz und Backpulver mischen und ebenfalls unterrühren. Den Teig gebt ihr in eine gefettete Springform und verteilt ihn gleichmäßig darin. Darauf kommt jetzt der Rhabarber und dann stellt ihr den Kuchen für 25-30 Minuten in den vorgeheizten Backofen (180°C Umluft). In der Zwischenzeit schlagt ihr das Eiweiß mit dem Zitronensaft steif und gebt dabei nach und nach den Zucker dazu. Zum Schluss hebt ihr noch die gemahlenen Mandeln unter und verteilt den Guss auf dem gebackenen Kuchen. Den stellt ihr dann nochmal für ca. 20 Minuten in den Ofen bis das Baiser schön knusprig ist. Am selben Tag serviert habt ihr eine knackige Kruste, einen Tag später ist der Kuchen durchgezogen und das Baiser weich (aber fast noch leckerer).
 

Ganz liebe Grüße,

Montag, 2. Mai 2016

Spargeltarte

Hallo zusammen! Ich hoffe ihr seid alle fit und konntet euer Wochenende genießen. Mich hat leider wieder der nächste Infekt erwischt. Ich glaub das hört gar nicht mehr auf... Immerhin war ich am Freitag fit genug um zum Wochenmarkt zu laufen und den schönsten Kopfsalat der Welt zu kaufen :-) Der helle Wahnsinn :-) Aber um den gehts heute nicht. Die Spargelsaison ist ja im vollen Gange und ich konnte mich auch nicht dagegen wehren. Den weißen gab es ganz klassisch mit Kartoffeln und Sauce Hollandaise, da kann man nichts verkehrt machen. Beim grünen dachte ich erst an Suppe, dann an Salat. Letztlich wurde es dann eine Tarte und ich denk das war keine schlechte Entscheidung :-) Sehr einfach und sehr lecker.  
Meine Form ist übrigens ca. 18x26cm. Dürfte aber auch ein bißchen größer sein.



Rezept-pdf

für 4 Personen
für den Teig:
250g Mehl
1 Prise Salz
150g kalte Butter
1 Ei
Butter und Mehl für die Form


für den Belag:
500g grüner Spargel
50g Katenschinken (Würfel)
50g Kochschinken (Würfel)
3 Eier
100g Schlagsahne
100g Creme fraîche
80g geriebener Emmentaler
Salz
Pfeffer
Muskat





Zuerst hackt ihr die Butter in kleine Würfel und knetet sie mit den anderen Zutaten zu einem Teig. Diesen lasst ihr dann für eine Stunde im Kühlschrank ruhen (ich hab ihn schon einen Tag vorher gemacht, klappt auch super).
Für die Füllung müsst ihr zunächst den Spargel im unteren Drittel schälen und die holzigen Enden abschneiden/brechen. Dann in 3-4cm lange Stücke schneiden.
Für den Guss verquirlt ihr die Eier mit Creme fraîche, Sahne und Käse und würzt alles mit Salz, Pfeffer und Muskat.  Die Tarteform wird gebuttert und mit Mehl bestäubt. Den Teig rollt ihr passend aus und kleidet die Form damit aus.  Dann gebt ihr die Spargelstücke und die Schinkenwürfel hinein und gießt den Guss darüber. Die Tarte bäckt jetzt bei 200°C (vorgeheizt, Ober-Unterhitze) ca. 35 Minuten bis sie goldbraun ist. Am besten noch warm servieren. Die Tarte lässt sich auch gut nochmal im Backofen aufwärmen. Lecker mit einem Glas Wein und einem knackigen Salat!




Liebe Grüße,



Freitag, 8. April 2016

Himbeer Cupcakes


Hallo zusammen! 
Ich hoffe bei euch ist der Frühling schon eingekehrt und ihr könnt ab und zu die Sonne genießen. Hier kommt und geht sie, zwischendurch regnets und man wechselt zwischen Winterjacke und T-Shirt :-) aber es ist ja auch April. Also kein Grund sich zu beschweren. Wenn ich dazu komme, mach ich mal ein paar Bilder von unserer Primelwiese :-) Die sind schon bald verblüht, aber es sieht soooo nach Frühling aus! Die Tulpen schieben schon kräftig und die Osterglocken blühen auch schon seit einer Woche oder so. Ich liebe es :-) Gestern habe ich versucht ein bisschen Unkraut und die vertrockneten Blumen vom letzten Jahr aus dem Beet zu holen. Das ist aber ganz schön mühsam. Wird wohl mein  Mann machen müssen (oder die Kinder...). Mir kommt da immer was dazwischen :-)
So wie es aussieht sind wir im Juni zu fünft (und es sieht aus als ob der Friseurbesuch letzte Woche leider gar nichts gebracht hat...)Wir sind schon ganz gespannt, was da wohl schlüpft :-) Vielleicht ist das auch ein Grund warum ich grade so selten blogge. Ich bin einfach zu müde... Ich hatte schon ganz verdrängt wie schwer man mit Bauch eine bequeme Schlafposition findet :-) Aber die Zeit ist ja absehbar. Ansonsten hab ich für euch noch ein leckeres Cupcake Rezept. Sieht auch schon nach Sommer aus und macht gute Laune :-) 





Rezept-PDF

für 12 Stck.
2 Eier
100g Margarine
150g Zucker
150g Mehl
150g saure Sahne
1/2 TL Natron
ca. 100g Himbeeren (frisch oder TK)




für das Frosting

250g Mascarpone
150g Sahne
80g Puderzucker
1 Pck. Sahnesteif


evtl. 2EL Himbeermarmelade ohne Stücke oder
Himbeermark
12 schöne Himbeeren


Für den Teig rührt ihr die Margarine mit dem Zucker sehr schaumig. Dann gebt  ihr nach und nach die Eier dazu. Das Mehl mischt ihr mit dem Natron und rührt es unter den Teig. Zum Schluss rührt ihr noch die saure Sahne unter. Ein Muffinblech mit Papierförmchen auslegen und den Teig gleichmäßig darin verteilen.  Jetzt auf den Teig die Himbeeren setzen und etwas eintauchen. Das Blech kommt dann für 15-20Miuten (Stäbchentest) in den vorgeheizten Backofen (Ober-Unterhitze 175°C).
Während die Cupcakes abkühlen, macht ihr das Frosting. Dazu wird der Mascarpone mit dem Puderzucker glatt gerührt. Am besten mit einem Schneebesen (nicht mit dem Mixer!). Dann die Sahne mit dem Sahnesteif steif schlagen und unterheben.  Am besten noch 10 Minuten in den Kühlschrank stellen und anschließend in einen Spritzbeutel füllen und auf die Cakes spitzen. Wer mag verziert sie jetzt noch mit Himbeermark/-marmelade und einer Himbeere. Man kann die Cakes gut einen Tag vorher  backen und macht dann nur das Frosting frisch.


Ganz liebe Grüße und ein wunderschönes Wochenende!



Montag, 22. Februar 2016

Quarkbällchen

Letzte Woche war unser Großer mal einen Tag nicht im Kindergarten. Der hatte nachts so gehustet, dass ich ihn lieber nicht mit zum turnen schicken wollten. Natürlich hat er dann den ganzen Tag nicht mehr gehustet  und war so fit, dass er sich alleine mit der Mama fuuuurchtbar gelangweilt hat :-) Naja, ganz so schlimm wars nicht, aber irgendwann sind ihm dann doch die Ideen ausgegangen. Wir haben dann ein bisschen im Internet gesurft und uns Backvideos angeschaut. In einem Video ging es um Quarkbällchen und die haben uns so gut gefallen, das wir auch sofort ein Rezept gesucht haben. Gebacken hab ich sie dann aber doch alleine. Beim essen war Finn aber ganz vorne mit dabei. Deswegen kann ich auch nicht genau sagen wieviele es genau waren :-) Leider war die Größenangabe für die Bällchen sehr ungenau und ich musste mich erst rantasten. Die ersten waren in der Mitte noch roh, die nächsten zu dunkel... Ein gut gehäufter Teelöffel war dann das perfekte Maß. Die waren auch durch wenn sie goldbraun und nicht dunkelbraun gebacken waren. Wir haben sie in Himbeermarmelade gedippt. Sehr lecker!





Rezept-pdf

für ca. 26-30 Stck.:
2 Eier
125g Zucker
250g Quark
1Pck. Vanillezucker
250g Mehl
½ Pck. Backpulver

Fett zum frittieren
(z.B. Palmin)
Zucker oder Zimtzucker



Zuerst schlagt ihr die Eier mit dem Zucker schaumig auf. Dann rührt ihr den Quark und den Vanillezucker unter. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und unterheben. Ihr braucht einen kleinen, hohen Topf in dem ihr das Fett auf ca. 170°C erhitzt. Falls ihr kein Thermometer habt, könnt ihr auch einen Holzspieß ins Fett halten. Wenn daran kleine Bläschen nach oben steigen, ist es heiß genug. Ich habe immer 5-6 Bällchen auf einmal frittiert. Dazu einen gut gehäuften Teelöffel von dem Teig abstechen und evtl. mit feuchten Händen rund formen. Ins Fett geben und goldbraun backen. Falls die Bällchen sich nicht von alleine drehen, einfach mit dem Holzspieß wenden. Mit einer Schaumkelle rausholen und kurz auf Küchenrolle abtropfen lassen. Dann in Zucker oder Zimtzucker wälzen und möglichst frisch genießen. Super schmeckt dazu  Himbeermarmelade.


Liebe Grüße,

Freitag, 12. Februar 2016

Puddingschnecken mit Aprikose!

Hallo zusammen! Scheint bei euch grade die Sonne? Nachdem wir vorvorgestern in der Früh schon wieder mit einer weißen Winterlandschaft überrascht worden sind, bin ich grade sehr dankbar über die Sonnenstrahlen :-) Und die Krokusse und Primelchen die sich wieder überall aus der Erde schieben.
Ich will jetzt lieber Frühling als Winter... Vielleicht werden wir dann auch endlich diese Dauererkältung los. Ist schon ein bißchen nervig. Und dieses graue, regnerische, trübe Wetter tut auch nicht wirklich was für die Stimmung. Da muss ich dann schon in die Küche gehen und den Frust mit sonnengelben Aprikosen bekämpfen. Da kommen dann so leckere Sachen wie diese Puddingschnecken dabei raus :-) mmh, also hat das trübe Wetter wohl doch etwas Gutes :-D





Rezept-pdf

für den Hefeteig:
1 Pck. Trockenhefe
    oder 20g Frischhefe
150ml warme Milch
50g Zucker
400g Mehl
2 Eier
½ TL Salz
50g geschmolzene Butter


für die Füllung:

375ml Milch
1Pck. Vanille-Puddingpulver
2EL Zucker
10 halbe Aprikosen aus der Dose


für den Guss:
100g Puderzucker
1 TL Vanilleessenz
2-3 EL Milch


Die Hefe löst ihr  in der warmen Milch mit ein paar Krümeln Zucker auf  und lasst sie einige Minuten stehen. Anschließend gebt ihr die Hefemilch mit den anderen Zutaten in eine Rührschüssel und knetet alles zu einem weichen Hefeteig zusammen. Den lasst ihr jetzt auf die doppelte Größe aufgehen. In der Zwischenzeit kocht ihr den Vanillepudding nach Packungsangabe, aber mit nur 375ml Milch und schneidet die Aprikosen in kleine Würfel. Wenn der Teig gegangen ist, wird er kurz durchgeknetet und auf einer bemehlten Fläche ca. 1cm dick, rechteckig ausgerollt. Darauf verteilt ihr jetzt den Pudding und die Aprikosenwürfel und lasst alles gut abkühlen. Anschließend aufrollen und in 4-5cm dicke Scheiben schneiden. Am besten mit einem sehr scharfen Messer auf einen Rutsch :-) So wie beim Karotten schneiden. Die Rollen legt ihr dann in eine gebutterte Form (28cm) und lasst sie gehen bis diese gut ausgefüllt ist. Dann backt ihr die Schnecken 20-25min bei 180° im vorgeheizten Backofen (Ober-Unterhitze). Wer mag kann sie dann noch mit Guss veredeln. Dazu verrührt ihr den Puderzucker gut mit Milch und Vanilleessenz und verteilt das Ganze mit einem Löffel auf den noch heißen Schnecken. Sie schmecken auch noch 2 Tage nach dem Backen super lecker und saftig.

Ganz liebe Grüße,

Montag, 25. Januar 2016

Seelen!

Dank meiner wunderbaren Schwägerin zeig ich euch heute ein Rezept für (vermutlich schwäbische) Seelen. Weihnachten waren wir alle bei meinen Eltern und um das Essen so entspannt wie möglich zu machen, haben wir beschlossen "nur" zusammen zu vespern. Also, der Tisch hat sich fast unter seiner Last gebogen :-) An das Angebot hätte keine Weihnachtsgans mit Knödeln und Rotkraut rangereicht (...wobei es das zum Glück auch mal gab...). Ich hatte kurz vor Weihnachten noch ein Brot gebacken und gleich eingefroren. Kurz im Backofen aufgebacken und es war noch wie frisch. Meine Schwägerin hat sich allerdings den ganzen Morgen hingestellt um uns mit wirklich frischen, selbstgemachten Seelen zu verköstigen. Der Hammer! Sie meinte nur es wäre eine arge Sauerei (oder so ähnlich) und das kann ich jetzt bestätigen. Aber wer als Kind auch gerne mal im Schlamm gespielt hat, dürfte damit keine Probleme haben. Sehr klebrig, sehr glitschig und sehr lecker :-) Der Aufwand lohnt sich definitiv. Das Rezept war von hier. Da gibts dann auch noch einen Link um zu sehen wie man die Teilchen formt. Sehr hilfreich :-)



Rezept-pdf

Vorteig:
200gWeizenmehl Type 550
220gWasser
5g Hefe (frisch)
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Hauptteig:
425g Vorteig (gesamte Menge von oben)
800g Weizenmehl Type 550
480g Wasser
30g Hefe
25g Salz
3g Zucker
20g Milch
zum bestreuen:
z.B. Kümmel, grobes Meersalz, Sesam, Mohn, Käse, Schinkenwürfel....

Die Zutaten für den Vorteig glatt rühren und abgedeckt bei Zimmertemperatur 12-14h reifen lassen. Der Teig wird ziemlich anfangen zu blubbern, aber das muss so sein :-)
Am nächsten Tag macht ihr dann den Hauptteig. Dafür verknetet ihr den Vorteig mit den restlichen Zutaten für ca. 12-14 Minuten auf mittlerer Stufe.
Teigruhe: Den Teig abgedeckt ca. 40-45 Min. bei Zimmertemperatur ruhen lassen bis er sich mindestens verdoppelt hat. Jetzt wird der Teig in der Schüssel mit nassen Händen aufgedreht. Dabei soll man den Teig mit den Händen in 3 Stücke teilen und um die Längsachse zusammenzwirbeln. Wie das funktionieren soll hab ich noch nicht herausgefunden. Ich habe nur 2 Hände und mit denen habe ich es gerade geschafft, 2 Stücke abzuteilen und halbwegs miteinander zu verschlingen. Das habe ich 2-3 Mal gemacht und die Seelen hatten genug Spannung um nicht auseinander zu laufen. Anschließend wird der Teig wieder zugedeckt und weitere 40-45 Min. stehen gelassen, dann wieder das Spielchen mit dem Aufdrehen. Den Teig dann noch kurz in der Schüssel (5 Min.) ruhen lassen. Nun schüttet ihr den Teig auf den Tisch (befeuchtete Arbeitsplatte)  und besprüht ihn gut mit Wasser. Hier liegt er nochmals ca. 20 - 30 Min. Jetzt werden die Seelen herausgebrochen (Herausbrechen: Fingerspitzen beider Hände zusammen, Finger geschlossen (keine offenen Zwischenräume), so dass die Hände ein großes "U" bilden. Dann die Handkanten von oben auf den Teig legen, durchdrücken und nach vorne weg ziehen... fertig und aufs Blech bzw. Backpapier). Vor dem Backen besprüht ihr sie nochmal mit Wasser und bestreut sie nach Belieben. Ich habe sie nacheinander auf dem Brotbackstein gebacken.
Ofen auf 275°C vorheizen (mit Stein, falls vorhanden)
Anbacken: 275°C fallend (auf 240-250°) für 10 Minuten mit Schwaden (ein paar Mal mit der Blumenspritze in den Ofen sprühen), anschließend Dampf ablassen
Ausbacken: 240-250°C für weitere 10-15 Minuten. Nach dem Backen mit Wasser besprühen und auf einem Gitterrost auskühlen lassen. 


Achso, ich habe ca. 15 Stück aus dem Teig bekommen. Kommt drauf an wie groß ihr sie macht.

Ganz liebe Grüße,


Mittwoch, 13. Januar 2016

Feuriger Nudeltopf

Schmuddelwetter und kalte Füße? Da hilft ein Schälchen von Jamie Olivers feurigem Nudeltopf! :-) 

Ich bin mal wieder an meinem Kochbuchregal hängen geblieben (an den Büchern die ich noch sehen kann, weil sie nicht von dieser mutierenden Topfpflanze verdeckt werden....) und hab Jamies Amerika Buch durchforstet. Besonders die asiatischen Gerichte haben mich angelacht und ich musste mich auch gleich ans Werk machen. Der Nudeltopf ist wirklich schnell und einfach zubereitet und macht schön warm :-) Ich würde allerdings das nächste Mal doppelt soviel Gemüse nehmen. Einfach weil ich das besonders lecker fand.  Szechuanpfeffer hatte ich leider auch keinen da. Ich hab stattdessen 2TL gehackten Ingwer zum Hackfleisch gegeben und mit schwarzem Pfeffer gewürzt. Für die Kinder habe ich das Chiliöl weggelassen - sie wollten lieber Ketchup... Schien ihnen aber trotzdem geschmeckt zu haben. 


Rezept-pdf

Zutaten (4 Personen):
1 Brühwürfel (Rind oder Huhn)
500g Rinderhack
2 EL flüssiger Honig
300g chinesische Weizennudeln
4 Handvoll gemischtes grünes Gemüse
(z.B. Chinakohl, Brokkoli, Pak Choi, Spinat...)
4 Knoblauchzehen,
geschält und sehr fein gehackt
3EL dunkle Sojasauce
2TL frisch gemahlener Szechuanpfeffer
5EL Chiliöl
2 Frühlingszwiebel,
geputzt und in feine Ringe geschnitten
1 Limette, geviertelt


Zuerst löst ihr den  Brühwürfel in kochendem Wasser auf.  Das Hackfleisch wird, unter ständigem Rühren, trocken in einer Pfanne angebraten bis es knusprig ist. Das ausgetretene Fett gießt ihr ab und rührt dann den Honig unter das Fleisch. Noch ca. 30 Sekunden braten und dann vom Herd nehmen.
Die Nudeln gebt ihr in die kochende Brühe und lockert sie mit einer Gabel auf. Kocht sie nach Packungsanweisung und gebt etwa 1 Minute bevor sie fertig sind die geputzten und zerkleinerten Gemüse dazu. Das Ganze abseihen und dabei eine Tasse Brühe auffangen. Die Nudeln und das Gemüse gebt ihr wieder in den Topf. Die Brühe wird mit dem Knoblauch, der Sojasauce, dem Pfeffer und dem Chiliöl vermischt und zu den Nudeln gegeben. Vermischt alles gründlich und verteilt es auf vier Schälchen. Das Hackfleisch (evtl. nochmal aufwärmen) und die Frühlingszwiebeln auf die Nudelportionen verteilen und mit einem Limettenviertel servieren. Wer es nicht ganz so scharf mag, nimmt einfach etwas weniger Chiliöl :-)
 



Liebe Grüße und noch ein gutes neues Jahr!